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15.03.2020

Informationen für Kitas, Tages-familien und Tagesstrukturen

 

Im Rahmen der Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus stellen sich immer wieder Fragen zur familienergänzenden Kinderbetreuung. Die Antworten finden Sie hier.

Im Kanton Aargau bleibt das Kinderbetreuungsangebot aufrechterhalten. Kitas, Tagesstrukturen und weitere Institutionen der familienergänzenden Kinderbetreuung bleiben somit offen. Es gibt keine Grundlage für eine Beschränkung des Zugangs, wie beispielsweise aufgrund des Berufs der Eltern.

 

Diese Massnahme gilt vorerst bis am 26. April 2020.

 

Besondere Empfehlungen für Institutionen der familienergänzenden Kinderbetreuung finden Sie in diesem Merkblatt (PDF, 3 Seiten, 21 KB).

Der Kanton beantwortet die häufigsten Fragen in folgendem Dokument: FAQ Coronavirus: Für Kindertagesstätten, Tagesfamilien und weitere Institutionen der Kinderbetreuung (Stand: 15.04.2020) (PDF, 6 Seiten, 245 KB)

 

Zusätzliche Informationen, nach den Anpassungen der Verordnung vom 20. März 2020, sind im unten aufgeführten Informationsmail zu finden. Diese enthalten unter anderem das Versammlungsverbot von mehr als 5 Personen in öffentlichen Räumen.
Informationsmail für Kindertagestätten und Institutionen der Kinderbetreuung (PDF, 1 Seite, 117 KB)

 

Hier finden Sie ergänzende Antworten auf häufig gestellte Fragen nach dem Informationsmail:

 

Dürfen wir mit einer Kitagruppe noch spazieren gehen, wenn Menschenansammlungen von mehr als 5 Personen im öffentlichen Raum verboten sind?

ANTWORT: Spaziergänge auch ausserhalb des eigenen Gartens sind zulässig, solange die Gruppen aus nicht mehr als 5 Personen bestehen und nicht viele andere Personen dort spazieren. Der Abstand von mindestens 2 Metern gilt in diesem Fall zu Personen, welche nicht der Kita angehören, also anderen Spaziergängern, nicht innerhalb der eigenen Gruppe.

 

Gibt es für Kitas oder Tagesstrukturen die Möglichkeit Hygieneartikel (Desinfektionsmittel, Handschuhe) beim Kanton zu beziehen?
ANTWORT: Nein, der Kanton verfügt über keine kantonale Stelle, die Hygieneartikel für Betreuungsinstitutionen abgibt. Desinfektionsmittel und Handschuhe gilt es in der Apotheke oder im Detailhandel zu beziehen.

Was tun, wenn Mitarbeitende oder Kinder in der Kita oder Tagesstätte positiv getestet wurden? 
ANTWORT: Wenn eine Mitarbeiterin, ein Mitarbeiter oder ein Kind Symptome hat, welche durch das neue Coronavirus verursacht sein könnten oder wenn bei einem Mitarbeitenden oder bei einem Kind das neue Coronavirus nachgewiesen wurde, bleibt sie oder er so lange zu Hause in Selbst-Isolation(öffnet in einem neuen Fenster) bis die Symptome 48 Stunden lang abgeklungen sind und mindestens 10 Tage seit Symptombeginn vergangen sind. Alle im gleichen Haushalt lebenden Personen bleiben 10 Tage in Selbst-Quarantäne(öffnet in einem neuen Fenster) zu Hause. Sofern keine weiteren Massnahmen nötig sind, geht der Betrieb unter den geltenden Vorsichtsmassnahmen und Hygieneregeln weiter. Die Eltern und die anderen Mitarbeitenden sollen über den Erkrankungsfall informiert werden. Es soll verstärkt auf Krankheitssymptome geachtet werden.

Weitere Informationen erhalten betroffene direkt beim zuständigen Amt des Kantons Aargau.

29.05.2019

Kita-Subventionen: Beiträge werden nicht neu berechnet

 

Der Aarauer Stadtrat wehrt sich zwar nicht gegen einen Regierungs-ratsentscheid, der ihm Kompetenz-überschreitung vorwirft, ist damit aber trotzdem nicht einverstanden.

Aarauer Eltern können aufatmen: Ihre Elternbeiträge an die Kita-Betreuung müssen nicht neu berechnet werden wie befürchtet. Das hat der Stadtrat entschieden.

 

Hintergrund ist ein Rechtsstreit, den ein betroffener Vater mit dem Stadtrat geführt hat. Es ging um eine Änderung des Elternbeitragsreglements, die der Stadtrat per 2017 vorgenommen hatte. Je nach Familienkonstellation hatte sie empfindliche Erhöhungen des Elternbeitrags zur Folge. Es ging bei der Revision unter anderem um das für die Berechnung von Subventionsbeiträgen massgebende Einkommen der Eltern. Der Regierungsrat gab dem betroffenen Vater, der gegen die Änderung vorgegangen war, im vergangenen März recht: Der Aarauer Stadtrat wäre für die vorgenommene Elternbeitragsrevision per 2017 nicht zuständig gewesen; ja, nicht einmal für die ursprüngliche Einsetzung des Reglements. Es hätte einen Einwohnerratsentscheid gebraucht, so die Kantons-Exekutive. Sprich: Der Stadtrat habe seine Kompetenzen überschritten. Was eigentlich bedeuten müsste: Zumindest zeitweise hatte das angewandte Elternbeitragsreglement keine rechtliche Grundlage, die ausgerichteten Subventionen müssten überprüft werden.

«Könnte angefochten werden»

Der Stadtrat ist da anderer Meinung. Trotzdem verzichtet er darauf, den Regierungsratsbeschluss bei der nächsten Instanz anzufechten, er wird also rechtskräftig. Wie der Stadtrat in der Beantwortung einer Grünen-Anfrage schreibt, verzichte er auf einen Weiterzug, obwohl er «aus verschiedenen Gründen anderer Ansicht ist als der Regierungsrat und glaubt, dass der Beschluss erfolgreich angefochten werden könnte». Gründe für den Verzicht seien insbesondere die Geringfügigkeit des im Streit liegenden Betrags von rund 3000 Franken sowie die fehlende präjudizielle Wirkung, nachdem vom Einwohnerrat inzwischen am 25. März 2019 das neue Kinderbetreuungsreglement verabschiedet wurde.

Der Stadtrat betont ausserdem, die Wirkung des nun rechtskräftigen regierungsrätlichen Entscheids beschränke sich nur auf das angesprochene Verfahren. Er schreibt aber gleichzeitig auch, dass, würde man den Entscheid als generell für alle Familien gültig betrachten, gewisse Familien zu viele Subventionen erhalten hätten und Nachzahlungen leisten müssten. Konkret: «Würde man der Argumentation des regierungsrätlichen Entscheids folgen, dass die Änderung des Elternbeitragsreglements durch den Stadtrat wegen fehlender gesetzlicher Grundlage nicht zulässig war, müsste in der Konsequenz auch dessen Erlass durch den Stadtrat unzulässig gewesen sein. Als Folge davon wären jahrelang Subventionen ohne gesetzliche Grundlage ausbezahlt worden und diese müssten folgerichtig – soweit noch nicht verjährt – von den Eltern zurückgefordert werden, was dem Stadtrat aber nicht als opportun erscheint.»

«Demokratisch legitimiert»

Grundsätzlich ist der Stadtrat der Meinung, dass «keine Kompetenzüberschreitung vorliegt». Die Anpassungen an Beitragsreglement seine «demokratisch legitimiert» und bezögen sich auf das Sparprogramm Stabilo 2 und das vom Einwohnerrat abgesegnete Budget. Er begründet seine Ansicht auch damit, dass er Übergangsmassnahmen für das per Schuljahr 2018/19 noch fehlende «Kibeg»-Reglement habe treffen dürfen.

Auch findet der Stadtrat, es mache keinen Sinn, wenn der Regierungsrat einerseits sage, der Stadtrat habe das Elternbeitragsreglement weder einsetzen noch revidieren dürfen, aber nur die Revision als nichtig behandeln wolle.

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03.06.2018

Die Beiträge für die Betreuung in Kinderkrippen sind in den letzten Jahren stetig gestiegen.

 

Für 2015 hat der Einwohnerrat Obersiggenthal 437'000 Franken für den Krippenpool genehmigt. Jetzt verlangt die SVP-Fraktion, die Kosten seien einzufrieren.

Als Massnahmen schlägt die SVP vor, die Kinderermässigungen erst ab drei Kindern zu gewähren. Zudem sollen sie nicht höher als 10 Prozent betragen. Diese Massnahmen sollen dem Einwohnerrat noch vor dem Voranschlag 2016 unterbreitet werden, verlangt die SVP-Fraktion.

 

Die Kinderkrippen, die in den Gemeinden Baden, Ennetbaden, Obersiggenthal und Wettingen dem Krippenpool angehören, haben jedoch ein einheitliches Elternbeitragsreglement. Der Vollzug obliegt gemäss dem Gemeindevertrag den Vertretungen aus den Gemeinderäten der Poolgemeinden.

 

Dass die Tarife für die Elternbeiträge im Krippenpool erhöht werden, wie diese Zeitung am 26. Februar vermeldete, begrüsse die SVP, erklärt Fraktionschef Patrick Hehli. Das sei aber erst ein Schritt in die richtige Richtung. «Da wir auch die Tagesstrukturen eingeführt haben, befürchten wir, dass uns die externe Kinderbetreuung künftig gegen eine Million Franken kosten wird», sagt Hehli. Er fordert, dass der Gemeinderat einen Kostenregulierungsplan mit Varianten zuhanden des Einwohnerrates erstellt. So soll aufgezeigt werden, wie man künftig die Kosten für die Kinderkrippen in den Griff bekommt.

 

Die Aufnahme von neuen Krippenplätzen in den Krippenpool soll begrenzt oder das Platzangebot könnte beschränkt werden, schlägt die SVP als mögliche Massnahme vor. Oder man korrigiere die Tarife so, dass der «minimale Subventionsprozentsatz des maximalen Tarifs für die Eltern auf 35 Prozent gesenkt werden kann». Für Obersiggenthal sei es wichtig, dass die Steuerbelastung stabil bleibe, begründet die SVP ihre Motion. Sie verweist auch auf die bevorstehenden Grossprojekte. Die Motion ist ein verbindlicher Vorstoss. Der Gemeinderat kündigt an, das Anliegen nur als Postulat entgegenzunehmen. Der Einwohnerrat wird an der Sitzung vom 25. Juni den Vorstoss behandeln können. Powered by az Aargauer Zeitung

19.02.2017

Das Netz der Kindertagesstätten wächst – die hohe Nachfrage in den Städten hält an, aber auch in ländlicheren Gebieten sind viele Krippen ausgebucht. So kommt es, dass viele Eltern sich schon vor der Geburt des Kindes für einen Platz umsehen.

Eltern, die schon eine Krippe suchen, bevor das Kind überhaupt das Licht der Welt erblickt hat, sind keine Seltenheit. Die Nachfrage nach Kindertagesstätten (Kitas) ist gross. Im Redaktionsgebiet der az Aarau gibt es mittlerweile rund 50 Kitas. Vor allem in den Städten sei die Nachfrage nach wie vor am höchsten, sagt Esther Elsener von der Fachstelle Kinder & Familien.

 

Allein in der Kantonshauptstadt Aarau gibt es acht Kindertagesstätten. Alice Liechti, Geschäftsführerin des Vereins Erziehung und Bildung und zuständig für die Kindertagesstätte «Spielvilla» im Schachen Aarau, sagt, es brauche die Krippen. «Wir führen in der ‹Spielvilla› eine Warteliste», sagt sie. Zwar sei diese nicht mehr so lange wie noch vor drei Jahren, da es in der Region Aarau mittlerweile ein grösseres Angebot an Kitas gebe, doch die Nachfrage sei immer noch hoch, so Liechti. Erst kürzlich wurde im Aarauer Gönhardquartier mit der «Zauberhöhle» eine neue Kita eröffnet.

 

Zwei Krippen in einem Dorf?

In der Gemeinde Beinwil am See gibt es gleich zwei Kitas. Das sei für sie kein Problem, sagt Krippenleiterin Valéria Meister von der Kindertagesstätte Lollipop. Ihre Kinderkrippe habe ein anderes Konzept als die Bio-Kita Paradiesli im gleichen Dorf, so biete sie zum Beispiel zusätzlich einen Mittagstisch für Kindergärtner und Schüler an – die Eltern hätten somit die Möglichkeit, zwischen den beiden Krippen auszuwählen. «Ausserdem zügeln immer wieder neue Familien ins Dorf», sagt sie, «und viele Kinder kommen nicht nur aus Beinwil, sondern aus den umliegenden Gemeinden», sagt sie.

 

Auch auf der gegenüberliegenden Seite des Hallwilersees, in Meisterschwanden, gibt es eine Kita – die einzige in der näheren Umgebung. Erst in Seon oder Bettwil gibt es weitere Kindertagesstätten. Die Kinderkrippe sei dementsprechend ausgebucht, sagt Kita-Leiterin Sandra Schärer: «Wir führen eine Warteliste.» Aufgrund der grossen Nachfrage sei darum ein Umzug ins neue Dorf-Zentrum Meisterschwanden und eine Vergrösserung der Kita geplant. Doch nicht immer entspricht das Angebot der Nachfrage: In Hirschthal muss die Kindertagesstätte Glühwürmli Ende März ihre Tore schliessen, da die finanzielle Unterstützung und immer mehr auch die Kinder aus dem Dorf fehlten. Gerade wenn in einer Kita keine subventionierten Plätze zur Verfügung stehen, habe sie es schwieriger, bestehen zu können, sagt Esther Elsener von der Fachstelle Kinder& Familien. Auch sei es tendenziell eine grössere Herausforderung, auf dem Lande eine Kinderkrippe zu führen, wegen Faktoren wie der geringeren Nachfrage und den unterschiedlichen Familienstrukturen.

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